Retten, Löschen, Bergen, Schützen – unverzichtbare Helfer in der Not

    150 Jahre lang gibt es die Freiwillige Feuerwehr Gispersleben. Am vergangenen Samstag, 30. Mai, wurde das mit dem Ort, seinen Gästen und vielen Interessierten auf dem Amtmann-Kästner-Platz im Ortszentrum gefeiert. Vorher hatte es eine Feuerwehr-interne Veranstaltung Anfang April gegeben, bei der verdienstvolle Kameradinnen und Kameraden ausgezeichnet und geehrt wurden.

    Am Samstag wurde den Gäste bei strahlend-schönem sommerlichen Wetter ein vielfältiges Programm geboten. Eine Fahrzeug-Parade vom Oldtimer bis hin zu modernsten Löschfahrzeugen begeisterte Kinder und Technik-Fans gleichermaßen. Wer wollte, konnte sich im Umgang mit einem Feuerlöscher üben. Ein besonderes Highlight war die Darbietung der Rettungshundestaffel des ASB, die beeindruckend demonstrierte, wie die gut ausgebildeten Hunde Verletzte oder Vermisste aufspüren und so helfen, Leben zu retten. Trotz des allgemeinen Festtrubels reagierten die Hunde sicher in alle Situationen. Einige der insgesamt 12 Hunde der Staffel sind auch als sog. Besuchshunde ausgebildet, besuchen die Bewohner von Pflege- und Kinderheimen, um die Genesung und das Wohlbefinden zu fördern. 

    Ortsteilbürgermeister Sebastian Hartleb begrüßte die Festbesucher, richtete seinen Dank an die Feuerwehrleute für ihr großes ehrenamtliches Engagement. Stadtratsmitglied Anita Pietsch und ehemalige Bürgermeisterin machte bewusst, was die Kameradinnen und Kameraden leisten: „24/7 sind sie zur Stelle. Danke für 150 Jahre Ehrenamt!“

    Auch die Vereine des Ortes haben das Fest fleißig mit vorbereitet. Die Vorsitzende des Kirmesvereins, Corinna Rauschenbach, dankte der Feuerwehr für die alljährliche große Unterstützung bei der Durchführung der Kirmes. Eine Bank – umfunktioniert zum (Durst)Löschfahrzeug wurden als Dankeschön übergeben. 

    Retten, Löschen, Bergen, Schützen – die Kernaufgaben der Feuerwehr – begleiten die Kameradinnen und Kameraden seit jeher. Unzählige Ausbildungsstunden und Rettungseinsätze haben die erfahrenen Feuerwehrleute absolviert. Sie sind da, wenn sie gebraucht werden. Immer. Und das tun sie im Ehrenamt, mit großem Engagement. Daraus speist sich ein großes Sicherheitsgefühl. Chapeau! 

    Autor: B. Köhler, Fotos: B. Köhler

    Harald Hilpert, Mitglied der Alters- und Ehrenabteilung der Freiwilligen Feuerwehr Gispersleben und Mitwirkender im Stadtfeuerwehrverband, erläutert die Funktion der historischen Handdruckspritze, die aus dem Jahr 1870 stammt. Um diese Zeit etabliert sich in Deutschland ein organisiertes Löschwesen, Feuerwehren gab es damals noch nicht.

    Moderne Löschtechnik wurde ebenfalls präsentiert.

    Anita Pietsch, Stadtratsmitglied, Kevin Klemm, stellv. Wehrführer und Ortsteilbürgermeister Sebastian Hartleb eröffnen das Fest. (v.l.)

    Ein Durstlöschzug vom Kirmesverein als Dankeschön für die Unterstützung der Feuerwehrleute beim Traditionsfest. 

    Angela Petzold, stellv. Leiterin der Rettungshundestaffel, Jakob Löwinger (Hundeführer in Ausbildung) mit seinem "Amigo", Anja Ullrich, Leiterin der Hundestaffel.

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