
Neues Taubenhaus am Berliner Platz
Stadttauben sind Nachfahren verwilderter Haus- und Brieftauben. Sie stammen von der Felsentaube ab, die am Mittelmeer beheimatet ist. Wie der Name schon sagt, brüten diese Tauben nicht in Bäumen, sondern in Felswänden. Deren Abkömmlinge, die Stadttauben, brauchen also kleine, flache Flächen, auf denen sie ihre Nester bauen können. Diese finden sie in Häuserfassaden.*
Krank werden die Tauben oftmals durch eine nicht artgerechte Fütterung mit Brotresten und Lebensmitteln. Mehrmals im Jahr brüten Stadttauben, was auch in Erfurt zu einer Übervölkerung dieser Tiere geführt hat. Dies gilt es nun mit geeigneten, zielgerichtete Maßnahmen unter Kontrolle zu bringen und damit für eine gesunde Stadttaubenpopulation zu sorgen.
So werden Stadttauben an verschiedenen Positionen in der Stadt artgerecht gefüttert. Zum anderen wurde ein Fütterungsverbot erlassen, damit die Tauben nicht falsch ernährt und deshalb krank oder schwach werden.
Auch am Berliner Platz wurde ein Taubenschlag errichtet. Er soll dabei helfen, die Taubenpopulation tierschutzgerecht zu kontrollieren, sie artgerecht zu füttern und für ein sauberes Umfeld zu sorgen. Eine ergänzende medizinische Versorgung wie regelmäßige Impfungen sorgt für einen gesunden Bestand. Diese Maßnahmen tragen nicht nur zu mehr Tierwohl bei, sondern entlasten insbesondere Anwohnende der umliegenden Gebäude.
Ein bereits vorhandener Container wurde zum Taubenschlag um- und ausgebaut. Hier können rund 150 Tauben Brutplätze finden. Betreut wird der Schlag vom Erfurter Tauben e.V.
Anwohnende sind dazu angehalten, die Tauben nicht zu stören und sie nicht außerhalb des Schlages zu füttern, damit diese den Container als einzige Futterquelle annehmen. Nester auf Balkonen sollten umgehend dem Verein Erfurter Tauben gemeldet werden, der zu weiteren Maßnahmen berät.
*Quelle: www.peta.de
Autor: B. Köhler, Foto: AdobeStock

