
Sonnig, trocken und niederschlagsarm
Der vergangene April brillierte wie der März mit viel Sonnenschein. Lange Hochdruckphasen in Verbindung mit trockener Festlandsluft sorgten nicht nur für außergewöhnlich viele Sonnenstunden, sondern in vielen Regionen auch für wenig Niederschlag. Lediglich in der östlichen Mitte und im Nordosten regnete es durchschnittlich viel. Die Temperaturen waren vor allem tagsüber frühlingshaft mild, wohingegen sie nachts deutlich abfielen. Das meldet der Deutsche Wetterdienst (DWD) nach vorläufigen Auswertungen der Ergebnisse seiner rund 2.000 Messstationen.
Trockenheit hielt an
Nachdem bereits der März verbreitet sehr trocken war, konnte der April in den meisten Regionen das Niederschlagsdefizit nicht ausgleichen. Die Monatsniederschlagssumme belief sich auf rund 25 Liter pro Quadratmeter (l/m²); das entspricht mit Blick auf die Referenzperiode 1961 bis 1990 weniger als der Hälfte des klimatologischen Solls (58 l/m²). Im Vergleich mit der aktuelleren Referenzperiode 1991 bis 2020 (45 l/m²) ergab sich noch ein Defizit von rund 44 Prozent.
Außergewöhnlich sonnig durch die Zufuhr trockener Festlandsluft
Der zweite Frühlingsmonat präsentierte sich außergewöhnlich sonnig. Durch lange Hochdruckphasen in Verbindung mit trockener Festlandsluft summierten sich bis Monatsende rund 245 Sonnenstunden auf. Damit wurde der vieljährige Mittelwert von 154 Stunden (Referenzperiode 1961 bis 1990) um mehr als 50 % überboten. Im Vergleich mit der jüngeren und sonnigeren Vergleichsperiode (1991 bis 2020) ergab noch ein Überschuss von 62 Sonnenstunden (183 Stunden).
Deutschlandweit gehörte der Freistaat mit diesem Wert jedoch zu den am wenigsten lichtreichen Regionen.
Thüringen: Der April war im Freistaat Thüringen milder, trockener und erheblich sonniger als im langjährigen Mittel. Die Durchschnittstemperatur betrug 8,3 °C, womit es 1,5 Grad wärmer war als in der Referenzperiode (6,8 °C). Ein höheres Temperaturmittel verhinderten die drei bis acht, im Umfeld des Berglandes auch über zehn Tage mit Nachtfrost. Das Niederschlagssoll (58 l/m²) wurde mit rund 35 l/m² um 40 % verfehlt und nennenswerter Niederschlag fiel insbesondere im Umfeld einer Luftmassengrenze zum Ende der zweiten Dekade. Die Sonne leistete mit 230 Stunden (147 Stunden) zwar Höchstarbeit und verbuchte einige Überstunden, aber im Länderranking dürfte Thüringen damit zusammen mit Bayern, Bremen und Sachsen auf dem letzten Platz landen.
Alle in dieser Pressemitteilung genannten Werte sind vorläufige Werte.
Quelle: Deutscher Wetterdienst (DWD), Foto: AdobeStock

