Verlässliche Lebensader für 350.000 Einwohner

    Die zentrale Leitstelle der Feuerwehr, in Erfurt beheimatet nahe der Hannoverschen Straße, zieht Bilanz – die Zahlen beeindrucken. Inkludiert sind auch die Stadt Weimar und der Landkreis Sömmerda, die zum Leitstellenbereich gehören.

    Insgesamt gingen 2025 78.752 Notrufe ein. Im Jahresverlauf wurden 2.122 Brandeinsätze, 5.424 Hilfeleistungen und 51.616 Rettungsdiensteinsätze disponiert. Hinzu kamen 11.792 Beratungen und Weiterleitungen an andere Hilfeleistende. 

    Der Schwerpunkt der Arbeit in der Zentralen Leitstelle liegt dabei rund um die Uhr auf der strukturierten Notrufabfrage und der schnellen Alarmierung der Einsatzkräfte. Besonders bemerkenswert: 195 Anrufende wurden telefonisch zur Laienreanimation angeleitet – ein wichtiger Beitrag zur Rettung von Menschenleben noch vor dem Eintreffen des Rettungsdienstes. In der Regel sind in der Leitstelle fünf Arbeitsplätze besetzt, im Bedarfsfall kann die Kapazität kurzfristig auf bis zu zehn Plätze erhöht werden.

    Für die Feuerwehr Erfurt ergaben sich aus dem Notrufgeschehen im Jahr 2025 1.172 Brandeinsätze – darunter drei Großbrände, 19 Mittelbrände und 464 Kleinbrände. Insgesamt wurden 28 Personen verletzt, 23 Menschen konnten bei Bränden durch die Feuerwehr gerettet werden. In 113 Fällen war das Feuer bereits vor dem Eintreffen der Einsatzkräfte gelöscht, gleichzeitig verzeichnete die Feuerwehr 686 Fehlalarmierungen, etwa durch Brandmeldeanlagen oder versehentlich ausgelöste Rauchmelder.

    Hinzu kamen 2.342 Hilfeleistungseinsätze: Die Feuerwehr unterstützte den Rettungsdienst 564 Mal, rückte zu 182 Verkehrsunfällen, 186 Ölspuren sowie 112 Wasser- und Sturmschäden aus. Insgesamt wurden 777 Personen durch die Feuerwehr gerettet, 596 Menschen wurden verletzt oder kamen ums Leben. Zudem konnten 182 Tiere aus Notlagen befreit werden.

    Insgesamt leisteten die Einsatzkräfte 18.928 Einsatzstunden. Dabei waren 22.225 Einsatzkräfte aktiv. Die Einheiten der Freiwilligen Feuerwehr beteiligten sich an 1.280 Einsätzen. Ergänzend kamen 97 Einsätze der Notfallbegleitung sowie vier Einsätze der Schnelleinsatzgruppe (SEG) Rettungsdienst hinzu.

    Richtige Nutzung des Notrufs 112

    Er ist für akute Notlagen vorgesehen, etwa bei Bränden, schweren Unfällen, medizinischen Notfällen oder anderen Situationen, in denen Menschen oder Tiere in Gefahr sind. Beim Absetzen des Notrufs sollten Anrufende ruhig bleiben und die Fragen der Disponentinnen und Disponenten der Zentralen Leitstelle möglichst genau beantworten. Besonders wichtig sind Angaben zum genauen Ort des Geschehens, zur Art des Notfalls sowie zu betroffenen oder verletzten Personen. Das Gespräch sollte erst beendet werden, wenn die Leitstelle dazu auffordert.

    Für nicht dringende Anliegen, allgemeine Auskünfte oder Beratungen stehen andere Anlaufstellen und Servicenummern zur Verfügung. Eine sachgerechte Nutzung des Notrufs trägt dazu bei, die Einsatzmittel gezielt einzusetzen und schnelle Hilfe dort zu ermöglichen, wo sie wirklich benötigt wird.

    Quelle und Foto: Stadtverwaltung Erfurt

    egapark erfurt

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