Gravierende Veränderungen in Zahlen und Fakten

Das Gelände um das ehemalige Wehr Teichmannshof hat sich tiefgreifend verändert. Das Wasser der Gera fließt jetzt – gebremst und geleitet durch riesige Natursteinquader – langsamer statt aus großer Höhe am Wehr herabzustürzen. Das tut den Fischen gut, die den Höhenunterschied im Flussbett jetzt unbeschadet überwinden können. Der Fluss ist jetzt fast doppelt so breit wie vorher (rund 60 Meter), die Ufer sind flacher und damit auch zugänglich. Für Spaziergänger, Wanderer, Jogger und alle anderen Freiluftenthusiasten entstand hier eine Parklandschaft, die einen hohen Freizeitwert hat.

Dazu waren erhebliche Anstrengungen erforderlich: So mussten u.a. 15.000 Tonnen Asche entsorgt werden, weil das Gelände früher als Lagerstätte des Heizkraftwerkes Gispersleben genutzt worden war. 5.500 Tonnen Natursteinquader, jeder rund drei Tonnen schwer, wurden verbaut, um insgesamt 16 sog. Riegel in den Fluss zu setzen, die die Höhenunterschiede von rund zwei Metern ‚abtreppen’ und das Wasser entschleunigen. Rund 500 Kubikmeter Stahl und Beton waren als Wehranlage abzureißen und zu entsorgen. Die 290 Bäume, die gefällt werden mussten, werden durch Ersatzpflanzungen ausgeglichen, z.B. durch Ahorne, Erlen, Linden, Silberweiden u.a.m.

2,3 Millionen Euro wurden von der Thüringer Landesanstalt für Umwelt und Geologie investiert.

Autor: B. Köhler   Fotos: S. Forberg