Schwarzer Schacht für Platz Entwässerung, orangener Schacht für Drainageleitung

Stand der Bauarbeiten am Berliner Platz zeigt erste Konturen

Der Umbau des Berliner Platzes ist so weit vorangeschritten, dass erste Konturen der künftigen Flaniermeile erkennbar werden. Nachdem der alte Straßenbelag abgebrochen und die unteren Tragschichten erneuert worden waren, wurden bereits Betonmauern gesetzt, die als Fundament für Stufen dienen und eine optische Abgrenzung zwischen dem künftigen Plattenbelag und Grünflächen fungieren. Auch die Beton-Winkelelemente für die Hochbeete sind schon gesetzt.

Die sog. Drainbetontragschicht ist bereits aufnahmebereit für den neuen Plattenbelag. Ein unterirdischer Medienkanal beherbergt sämtliche Versorgungsleitungen z.B. für Wasser, Strom, Fernwärme u.a.m. Dieser Kanal erstreckt sich über weite Bereiche des Berliner Platzes und ist begehbar.

Seit dem Frühjahr laufen die Arbeiten zur umfassenden Sanierung des Berliner Platzes. Die Fußgängerzone war nicht nur an der Oberfläche marode, sondern auch die Leitungen im Untergrund bedurften der Erneuerung. Längst überfällig war eine Sanierung. Im Zeitplan liegt die Baustelle derzeit nicht mehr, denn es galt für das Tiefbauunternehmen viele zusätzliche Arbeiten zu leisten. Dazu gehörte u.a. die Erneuerung des oben beschriebenen Medienkanals. Auch die Entwässerung musste einer komplett neuen Planung unterzogen werden.

Die umfassende Sanierung des Berliner Platzes wird in zwei Bauabschnitten vorgenommen. Knapp 4,2 Millionen Euro kostet das gesamte Bauvorhaben, ca. 1,8 Millionen Euro Fördermittel sind darin enthalten. Die Grundstruktur in der Anlage des Platzes als autofreie Zone bleibt erhalten. Künftig wird der Bereich barrierefrei sein. Statt der quadratischen großen Gehwegplatten wird ein helles Betonpflaster eingesetzt. Farblich dunkel abgesetzte Pflasterstreifen dienen der Führung sehbehinderter Personen, er durchzieht die gesamte Fußgängerzone. Für die Treppenanlagen werden helle Betonstufen mit dunkel markierten Vorderkanten verwendet. Für die Rampen bzw. die geneigten Wege wird das gleiche helle Betonpflaster verwendet. Handläufe werden beidseitig bei Treppen und Rampen eingebaut. Die Bossenmauern der Hochbeete und Stützmauern werden durch Betonwinkelelemente ersetzt. Der Platz erhält eine komplett neue Beleuchtung.

Auch die Bronzeskulpturen, die auf den alten Hochbeeten positioniert waren, finden nach ihrer Restaurierung einen neuen, würdigen Platz.

Autor: B. Köhler   Fotos: B. Köhler, S. Forberg

Die Betonmauer dient als Fundament für eine Stufenreihe zur optischen Abgrenzung zwischen Plattenbelag und Grünanlage. In dem Bereich der Mauer werden später Pflanzgruben angelegt für Bäume.

Winkelelemente für Hochbeete sind gesetzt.

Der unterirdische Medienkanal