Radfahren als Erlebnis
2,8 Millionen für den Geraradweg im Erfurter Norden

Fördermittel von rund 2,8 Millionen Euro steuert das Land Thüringen zum Ausbau und zur Neugestaltung des Geraradweges bei. Auf viereinhalb Kilometern dort, wo der Radweg den Erfurter Norden passiert, soll aus dem Radweg ein Erlebnisbereich werden – vom Nord- bis zum Kilianipark. Die Investitionskosten belaufen sich insgesamt auf rund fünf Millionen Euro. Etwa ein Fünftel davon stemmt die Stadt aus eigenen Mitteln.

Im Rahmen des Umbaus wird der Radweg durchgängig auf eine Breite von 3,50 m in Asphaltbauweise erweitert, im Bereich der Auenstraße sogar auf 4,75 m. Die neue Wegeführung unterquert künftig die Warschauer Straße und die Gleise der Straßenbahn; über die Straße der Nationen wird eine neue Brücke führen. Damit wird der beliebte Radweg noch attraktiver und sicherer.

Zehn Spielplätze werden modernisiert oder entstehen neu. Acht Brücken werden saniert, Uferbereiche und Flussläufe renaturiert, neue Aktionsbereiche wie eine hochmoderne Skateranlage im Nordpark geschaffen. Die zu gestaltenden Geraterrassen und ein noch anzulegender Teich inmitten ausgedehnter Rasenflächen laden dazu ein, Freizeit am Wasser zu verbringen. Ein Schaukraftwerk macht erlebbar, wie mittels Wasserkraft Strom erzeugt wird. Nahe des Mühlgrabens steht der Schutz der Natur im Mittelpunkt – ein Auenwald und naturnahe Wiesenflächen sind die Schwerpunkte in diesem Bereich.

Die Erfurter und Besucher der Stadt erhalten auf 4,5 km eine grüne Freizeitoase besonderer Qualität. „Es wird eine Welt entstehen, die über Erfurt hinaus Anziehungskraft entwickelt.“, sagt Minister Tiefensee anlässlich der gestrigen Übergabe der Fördermittelbescheide. „Der Radtourismus ist wichtig für Thüringen und er wächst.“, ergänzt er.

Der 75 Kilometer lange Gera-Radweg führt von der Schmücke im Thüringer Wald bis zum Zusammenfluss von Gera und Unstrut nahe Gebesee. Meist entlang des Flusses überwindet die größtenteils befestigte Radtrasse 766 m Höhendifferenz und durchquert auch die Landeshauptstadt vom Dreienbrunnenbad im Süden über den Luisenpark, führt vorbei am Bahnhof durch die Altstadt und dann durch das künftige BUGA-Gelände vom Nordpark mit Thüringens größtem Freibad bis zum Kilianipark in der Geraaue.

Autor: B. Köhler   Fotos: B. Köhler

Sechs Förderbescheide über insgesamt 2,8 Millionen Euro erhält Erfurts Oberbürgermeister Andreas Bausewein von Wolfgang Tiefensee, Thüringer Minister für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitale Gesellschaft.

Alexander Hilge, Beigeordneter Stadtentwicklung, Bau, Verkehr und Liegenschaften, erklärt Details zur künftigen Wegeführung.