Gezählt, gewogen, gemessen – der Zoo in aktuellen Zahlen

Jedes Jahr wird im Thüringer Zoopark Erfurt große Inventur gemacht. Dabei wird gezählt, gewogen und gemessen und zwar von den Besucherzahlen, über den Tierbestand bis zum Futtermittelverbrauch. Rund 360.000 Besucher zählte der Zoopark im vergangenen Jahr ähnlich wie 2017, damals waren es ca. 358.000.

Zu den zwei Familienfesten – Kinderfest und Halloween – kamen insgesamt 11.139 Besucher. Eine verstärkte Nutzung des Familienpasses ist zu verzeichnen.10.296 Erfurter konnten kostenfrei den Zoo besuchen. Auch das Alternativangebot der Familienpass-Jahreskarte zum halben regulären Familienjahreskartenpreis war beliebt: Insgesamt wurden diese Karten von der Zookasse 8.602 Mal ausgestellt.

Stark nachgefragt waren auch Geburtstagsfeiern und Fachführungen im Zoopark. Hier gab es 188 Buchungen im Jahr 2018. Die Zoo- und Naturschule wurde von 4.188 Kindern genutzt, hauptsächlich aus Kindergärten und Grundschulen. Die Sommerferienspiele wurden von 180 Kindern in sechs Wochen besucht und die Herbstferienspiele wurden von 75 Kindern genutzt in dieser einen Woche, aufgeteilt auf täglich zwei Gruppen.

In 2018 ist die Tierartenzahl insgesamt um elf Tierarten auf 133 Tierarten und Rassen gestiegen, wobei 21 neue Tierarten zu verzeichnen sind. 1.009 Individuen leben im Zoo, darunter 60 Säugetierarten, 26 Vogelarten sowie 24 Arten an Reptilien, drei Amphibienarten und zwölf verschiedene Landwirbellose zu verzeichnen. Außerdem leben noch 8 verschiedene Fischarten im Zoopark.

Als neue Tierarten kamen im Zoopark zum Beispiel der Buschschliefer in der Löwensavanne, das britische Exmoor-Pony, Barthühner und Laufenten auf dem Bauernhof, sowie Reptilien, Amphibien und Kleinsäuger im Arten- und Naturschutzzentrum im alten Elefantenhaus hinzu.

Hochinteressant ist jedes Jahr auch die Futtermittelinventur. So haben die rund 1.000 Tiere 150 Tonnen Heu und 7,3 Tonnen Fleisch, aber auch 15 Tonnen Möhren und 10 Tonnen Äpfel verspeist. Auf dem Speiseplan standen auch 5.300 Eier und eine Vielzahl an Obst und Gemüse.
Dabei gilt es auch zu beachten, dass Heu nicht gleich Heu ist: So benötigen Giraffen spezielles Luzerneheu, Kängurus fressen Bergwiesenheu, für die vier Elefanten gibt es kleine Heu-Rundballen und die Huftiere erhalten Wiesenheu in großen Ballen. Der Zoopark selbst produziert spezielles Blätter-Futter für Giraffen, bestimmte Affenarten oder Klippschliefer im Eigenbetrieb. Das sind 28 Fässer Blatt-Silage, 155 Säcke Frostlaub und 1.400 Bündel Trockenlaub.
Darüber hinaus wurde noch eine Vielzahl an Spezialfuttermitteln eingekauft und verfüttert, dazu Mineralstoffmischungen und Spezialpellets.

Autor: B. Köhler   Fotos: Thüringer Zoopark Erfurt

Kattas und Kea-Papageien werden spielerisch an das Wiegen herangeführt.

Da reicht kein Zollstock - unsere Giraffen werden gemessen.

Neue Arten im Zoopark Erfurt – Buschschliefer und Exmoor-Pony.