Interessante Uferlandschaft an der Pappelstiegbrücke

Seit wenigen Wochen ist die Pappelstiegbrücke wieder da – und attraktiver denn je. Als 2008 die marode Brücke abgerissen werden musste, war eine Nachfolge keineswegs gesichert. Jetzt entstand ein architektonisches Kleinod.

Nun gilt es, das Umfeld zu gestalten und hierfür sind im Zuge der Renaturierung der Gera-Aue umfangreiche Maßnahmen geplant.

Die Stadt Erfurt und die Thüringer Landesanstalt für Umwelt und Geologie (TLUG) erarbeiteten ein umfassendes Konzept für diesen rund 500 Meter langen Abschnitt, beginnend an der Kanustrecke oberhalb der Pappelstiegbrücke bis zur Riethstraße. Dafür wird rund eine halbe Million Euro investiert.

Mit dem Ziel, die Struktur der Gera zu verbessern, werden Ufer abgeflacht und die Uferlinie ober- und unterhalb der neuen Pappelstiegbrücke aufgelockert. Es entstehen Kiesbänke, ebenso eine kleine Insel mit umgebenden Flachwasserzonen – wenn man so will ein von den Menschen gut nutzbarer Flussstrand.

Es wird zudem eine gesunde, standortgerechte und vielfältige Uferbepflanzung vorgenommen.

Die Maßnahmen leisten nicht nur einen wichtigen Beitrag zur Ökologie, sondern auch zur Nutzbarkeit des Flusses als Erholungslandschaft.

Bevor das Ufer neu modelliert und mit geeigneten Bäumen und Sträuchern bepflanzt werden kann, müssen zunächst 50 Bäume gefällt werden. Dies betrifft zwei Pappeln, vorrangig aber die Robinien, die das Ufer destabilisieren. An einigen Stellen sind zudem Baumfällungen einiger junger Parkbäume außerhalb der Uferzone erforderlich, um Baufreiheit zu erlangen. Hintergrund dafür ist die Neuanlage des Gera- Radwanderweges, der aus dem Überschwemmungsgebiet heraus gelegt und an die Pappelstiegbrücke angebunden wird. Begonnen wird mit den Baumfällungen noch in diesem Monat, im Februar sollen die Arbeiten abgeschlossen sein.

Auch ein neuer Spielplatz wird in diesem Bereich angelegt.

Autor: B. Köhler Fotos: S. Forberg