Viel Nachwuchs im Zoo

Der Zoo sorgt immer wieder für freudige Überraschungen in Sachen Nachwuchs. Offenbar haben die Tiere die Lockdownphase genutzt, um Nachkommen zu zeugen. Bei einigen Tierarten dient die Zucht der Erhaltung der Art.

Nahezu immer auf dem Sprung und ständig trächtig sind die Kängurus. Gleich zwei Bennett- Kängurus tragen Kinder im Beutel – noch blind und und unbehaart. Bei den Kängurus entwickeln sich die Embryos im Beutel und somit außerhalb des mütterlichen Körpers. Mit sechs Monaten wagen sie einen ersten Blick über den Beutelrand. Entspringt ein Jungtier, weil es vollständig entwickelt ist, macht sich auch schon der nächste Nachwuchs für die Entwicklung bereit. Auch bei Riesenkänguru Filou raschelt es im Beutel – wer der Vater ist, kann jedoch nicht genau gesagt werden. Vaterschaftstests werden im Zoo nicht gemacht.

Auch auf dem Bauernhof ist gerade Tragzeit. Demnächst werden dort Zicklein, Lämmer und Kälber geworfen und wenn alles gut geht, gibt es auch im Frühsommer ein neues Eselfohlen zu bestaunen. Neben dem hohen Niedlichkeitsfaktor sorgt der Zoopark Erfurt zusätzlich dafür, dass auf dem Hof seltene und bedrohte Haustierrassen erhalten werden. Er ist ein Archehof für bedrohte Nutztierrassen. Sowohl die Thüringer Waldziegen als auch die Hinterwälder Rinder sind stark gefährdet und vom Aussterben bedroht. Erfreulicher Weise sind gleich alle drei Hinterwälder Kühe – Gerda, Hilde und Gretel – tragend.

Berberaffendame Peaches wird voraussichtlich im Mai 2021 ein Junges zur Welt bringen. Auch die Herden der Trampeltiere, Bisons und Yaks werden bis Sommer 2021 mit jeweils mindestens drei Jungtieren vergrößert.

Autor: B. Köhler  Fotos: Thüringer Zoopark Erfurt