Neue Zoobewohner – süße Löffelhunde

In der Löwensavanne des Zoos wohnt seit einigen Tagen ein neuer Löffelhund. Er heißt Maputo, wie die Hauptstadt Mosambiks, und ist 10 Monate alt. Lediglich neun deutsche Zoos halten Löffelhunde und der Erfurter Zoo ist einer davon. Bereichstierpflegerin Sabine Fuß ist darauf stolz und freut sich über den Zuwachs im Löwen-Haus: "Das alte Männchen hatte eine Krebserkrankung und wir mussten es einschläfern. Damit das Weibchen nicht allein ist, haben wir ihr wieder ein Männchen besorgt."

Löffelhunde leben paarweise. Und weil die fuchsähnlichen Kleinraubtiere Nahrungsspezialisten sind, bleiben ihre Nachkommen meist nicht länger als ein Jahr unter der Obhut der Eltern. Am liebsten fressen sie Insekten aller Art. Im Erfurter Zoo steht ein bunter Mix aus Mehlwürmern, Heuschrecken, Mäusen und Küken, aber auch Obst und Gemüse auf dem Speiseplan. Übrigens: Die Fledermausohren dienen dem Löffelhund nicht nur zum Hören seiner winzigen Beute, sondern auch zur Abgabe überschüssiger Wärme, denn das Fell ist sehr dicht. Seit 12 Jahren beherbergt die Erfurter Löwensavanne auch die Löffelhunde.

Tierpflegerin Sabine Fuß beobachtet seit seinem Einzug ein angespanntes Nachbarschaftsverhältnis: "Die Löffelhunde haben Respekt vor den Löwen, sie gehen nicht an den Zaun, wenn die Löwen draußen sind und erschrecken sich auch, wenn sie brüllen." Aber das sei normal, denn beide Tierarten leben im selben Verbreitungsgebiet.

Autor: B. Köhler.  Fotos: Löffelhund Maputo © Thüringer Zoopark Erfurt