Orgel in der Kiliani-Kirche soll bald wieder erklingen

Die Stiftung Orgelklang der Evangelischen Kirche in Deutschland fördert in diesem Jahr die Sanierung von Orgeln aus sechs Kirchen in Mitteldeutschland. Ausgewählt wurde auch die Orgel der Kiliani-Kirche in Gispersleben.
Die Orgel wurde 1797 bis 1806 von Johann Michael Hesse aus Dachwig gebaut und ist eine der wenigen historischen Orgeln im Stadtgebiet. 4.000 Euro werden bereitgestellt, um sie wieder bespielbar zu machen. Die Gesamtkosten belaufen sich auf ca. 200.000 Euro.

Die Restaurierung wird in mehreren Bauabschnitten durch die Firma Orgelbau Waltershausen vorgenommen. Da die Orgel derzeit nicht spielbar ist, wurde eine kleine transportable Orgel bereitgestellt.

Jede Orgel wird individuell auf die baulichen Gegebenheiten der jeweiligen Kirche angepasst – Raumgröße und -akustik finden dabei ebenso Berücksichtigung wie die konfessionell geprägte Liturgie, die Konzertliteratur der Epoche, in der das Instrument gebaut wird – kurzum: das musikalische Werk, das es mit der Orgel zu spielen gilt.
Auch Orgelbauer und die Organisten bestimmten Gestalt und Klangvolumen einer Orgel maßgeblich mit, und so verwundert es nicht, dass eine Orgel auch viel über ihren Erbauer verrät. Hesse-Orgeln stehen für ein großes Klangvolumen – erzeugt durch die tiefen Töne der großen Orgelpfeifen.

Die 2008 gegründete Stiftung Orgelklang wird in diesem Jahr bundesweit die Sanierung von 15 historischen Orgeln fördern. Fast 110.000 Euro – Projektspenden inklusive - stellt die Stiftung dafür zur Verfügung. Für die Restaurierung der Gisperslebener Orgel sind Spenden herzlich willkommen, auch kleine Beträge.

Autor: B. Köhler. Fotos: S. Forberg