Autofreier Nordpark 

Der Nordpark ist autofrei, sieht man einmal von den Fahrzeugen der Bauunternehmen ab, die dort unterwegs sind, damit bis zur Bundesgartenschau alles fertig ist. Die Auenstraße ist in diesem Bereich schmaler geworden und fungiert künftig als Radweg. 

Für Autofahrer bedeutet es eine nicht zu unterschätzende Umstellung, den Nordpark nicht mehr durchqueren zu können. Zum einen müssen sich auf längere Umwege einstellen, z.B. wenn sie den Karlsplatz und angrenzende Bereiche und Straßen aus Richtung Norden kommend erreichen wollen. Gleiches gilt natürlich in umgekehrter Richtung. 

Zum anderen wurde die Auenstraße in diesem Bereich auch als Parkmöglichkeit genutzt. 

Man parkte hier mehr schlecht als recht, meist mit einem Rad im unbefestigten Erdreich. Um die Parkplatzsituation zu bessern, wurden 200 neue Parkplätze im Bereich Marie-Elise-Kayser-Straße und – am anderen Ende des Parks – am Karlsplatz gebaut. Diese sind kostenpflichtig. Ein Teil des Preises soll künftig auf den Eintritt ins Nordbad angerechnet werden.

Im Park wurden die Fußwege grundhaft ausgebaut, einige Wege komplett neu angelegt. Seit letztem Jahr gibt es einen barrierefreien Zugang zur Baumerstraße und – sobald die Bauarbeiten dort beendet sind – zur künftigen Parklandschaft auf dem Areal des ehemaligen Garnisonslazaretts an der Nordhäuser Straße. Nicht nur dieser Zugang, sondern alle Wege sind jetzt barrierefrei. 

2.000 Meter Stahlkanten grenzen die Wege und Beete zum Rasen hin ab. Unter der für Parkwege üblichen Kiesoberfläche befinden sich eine 30 Zentimeter dicke Frostschutzschicht, 30 Zentimeter Schotter und fünf Zentimeter wassergebundene Legedecke. 

Spaziergänger, Jogger, Radfahrer und Hundebesitzer nutzten die frühlingshaften Temperaturen Ende letzter Woche. Sie haben den Park längst wieder in Besitz genommen und hatten ganz offensichtlich eine entspannte Auszeit. Da auch wir immer beides sind – Autofahrer und Spaziergänger, freuen wir uns über die Neugestaltung des Parks, auch wenn wir uns erst daran gewöhnen müssen, ihn mit dem Auto zu umfahren.

Autor: B. Köhler.  Fotos: O. Busse, B. Köhler