Der RUN 2020 war außergewöhnlich
Starke Teams aus dem Erfurter Norden

Gestern fand der nunmehr 12. Schnelle Stelle RUN Thüringer Unternehmenslauf statt, dessen Organisatoren ihren Sitz in Elxleben haben. Dieser Lauf war in jeder Hinsicht außergewöhnlich. Um den Hygieneregeln beim Lauf und denen der teilnehmenden Firmen Rechnung tragen zu können, wurde ein Konzept umgesetzt, das dezentrales, individuelles Laufen favorisierte. So konnten Unternehmen mit ihren Mitarbeitern am jeweiligen Firmenstandort laufen, ob in Gruppen oder einzeln, ob auf einer gemeinsam ausgewählten Strecke oder wo immer man es wollte, oblag den Unternehmensführungen.

Viele Teams nutzten das Angebot, einen Zieleinlauf im Steigerwaldstadion zu buchen mit Zieleinlauffoto, mit persönlicher Begrüßung, Catering-Versorgung und Mannschaftstreffpunkt. Das geschah in einem zuvor festgelegten Zeitfenster und unter strengen Hygieneauflagen.

Die Atmosphäre – und das war das Erstaunlichste am gestrigen Abend – war nicht nur fröhlich-entspannt und freundschaftlich wie immer beim Unternehmenslauf, sondern besonders beeindruckend. Die Läufer konnten in diesem großen Oval – zum Teil unter Flutlicht – und mit Ankündigung durch die Stadionsprecherin echte Stadionatmosphäre erleben. Das Team der Stadtwerke Gruppe kam mit 78 Läufern und feierte ein fröhliches Event.

Auch diejenigen, die nicht den Stadioneinlauf buchten, organisierten kreative Läufe. So zum Beispiel die Wohnungsbaugenossenschaft Zukunft. Sie hatte motivierte Läufer auf Individualstrecken geschickt, den Zieleinlauf am Nordpark inszeniert, neue T-Shirts kreiert und produzieren lassen. Die Erfurter Bank, bei der in diesem Jahr die einzelnen Abteilungen um die höchstmögliche Beteiligung rangen, gegeneinander beim Absolvieren der Laufkilometer antraten und final die lustigsten Fotos prämierten – sei es beim individuellen Zieleinlauf und anschließendem Essen beim Italiener oder bereits während des Laufens.

Sie alle trugen dazu bei, das Motto des RUN 2020 mit Leben zu erfüllen – ‚We are family‘. Die RUN-Familie hat also geschafft, was so schwer vorstellbar war – ein motivierendes Wirtschaftsevent voller guter Laune. Dennoch – die Veranstaltungsbranche ist die einzige, die sich noch im Lockdown befindet. Alle anderen – ob Geschäfte, Verlage, Verwaltungen, Kitas und Schulen, ob Arztpraxen und Restaurants dürfen wieder arbeiten, teilweise unter erschwerten Bedingungen, aber immerhin. Bleibt zu hoffen, das Eventagenturen, Konzertveranstalter, Künstler, Cateringunternehmen, Technikfirmen und alle anderen, die das gesellschaftliche Leben in unserem Land prägen, diese gravierenden, existenziellen Einschränkungen überstehen.Die Veranstalter jedenfalls haben sich ihren Optimismus erhalten und der gestrige Tag und das große und durchweg freundliche Feedback der Teams bestärkt sie darin.

Autor: B. Köhler.  Fotos: S. Forberg, S. Schmidt

 

Das Team der Stadtwerke Gruppe kam mit 78 Läufern.

 

 

 

Das Team vom Thüringer Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft