Morgen 11 Uhr Sirenen anlässlich des bundesweiten Warntages

Der bundesweite Warntag wird am morgigen 10. September erstmalig durchgeführt. In Zukunft wird er an jedem zweiten Donnerstag im September durchgeführt. Um 11 Uhr werden zeitgleich in allen 16 Bundesländern, in den Landkreisen und in den Kommunen mit einem Probealarm die Warnmittel, zum Beispiel Sirenen, ausgelöst. Der Sirenenton besteht aus 6 Tönen von je 5 Sekunden Dauer mit je fünf Sekunden Pause zwischen den Tönen (eine Minute Heulton). Zudem wird mit der Warn-App Nina (Notfall-Informations- und Nachrichten-App des Bundes) eine Probewarnmeldung durch den Bund versendet. In Erfurt werden zum Warntag neben zwei mobilen Sirenen auch acht Sirenen in den Ortsteilen Büßleben, Kerspleben, Töttleben, Rohda,  Niedernissa, Linderbach, Azmannsdorf und Urbich ausgelöst. Nach 20 Minuten wird zur Entwarnung ein weiteres Sirenensignal zu hören sein. Dieser Sirenenton besteht aus einem einminütigen Dauerton. Auf Werbe- und Stadtinformationstafeln, Facebook, der Webseite der Stadt Erfurt und in den regionalen Medien werden ebenfalls Informationen zur Verfügung gestellt.

Ziel des Aktionstages ist, Bürgerinnen und Bürger für das Thema Warnung zu sensibilisieren. Der Warntag soll Warnprozesse transparenter machen und die verfügbaren Warnmittel ins Bewusstsein rücken. Jeder Einzelne sollte sich mit der Warnung in Notlagen auskennen und wissen, was nach einer Warnung zu tun ist.

Hintergrund: Bei Gefahren vor Ort wird gewarnt, damit sich die Bevölkerung auf die Gefahr einstellen und richtig verhalten kann. Jeder hat im Radio bestimmt schon bei Großbränden die Aufforderung gehört, Fenster und Türen geschlossen zu halten. Aber auch bei Hochwasser, Stürmen, Schadstoffaustritten, Bombenentschärfungen oder Ausfall von Energie- und Wasserversorgung wird gewarnt.

Gewarnt wird durch den Bund im Verteidigungsfall und in Katastrophenfällen je nach Größe des Ereignisses durch die Länder oder lokal durch Kreise und Gemeinden. Dazu kommen noch die Warnungen des Deutschen Wetterdienstes und der Hochwasserportale. Eine Warnung kann die Bevölkerung auf unterschiedlichen Verbreitungswegen und Kanälen erreichen. Neben Sirenentönen und Radiodurchsagen werden auch Internetseiten, soziale Medien, Werbetafeln und Warn-Apps zur Information genutzt. Da aber auch mit dem besten Warnsystem nicht alle erreicht werden können, ist die Verbreitung der Information im Familien- und Freundeskreis sowie der Nachbarschaft immer noch erforderlich. Nicht jeder kann sich nach einer Warnung auch selbst helfen, viele Menschen sind auf Hilfe angewiesen. Mit jeder Warnung werden in der Regel Empfehlungen gegeben, was die Bevölkerung zu Ihrem Schutz tun kann oder wo weitere Informationen zu erhalten sind.

Autor: B. Köhler