Riethbrücke bis Ende August fertig, Vollsperrung bleibt bestehen

Wir haben beim Amt für Verkehr und Tiefbau nachgefragt und zum aktuellen Bautenstand an der Riethbrücke Interessantes in Erfahrung bringen können. Nächste Woche wird an der Riethbrücke in der Gera noch einmal eine Elektroabfischung gemacht. Das ist ein Verfahren, bei dem die Fische leicht betäubt, dann aufgenommen und in einem anderen Bereich wieder ausgesetzt werden. Das ist notwendig, damit bei den bevorstehenden Bauarbeiten direkt im Fluss die Fische nicht beeinträchtigt werden. Damit sie nicht in den Baustellenbereich zurückschwimmen, wird eine entsprechende Barriere errichtet.

Und das ist baulich erforderlich: Zwei alte Entwässerungsbauwerke müssen eingekürzt werden. Im Moment ragen sie zu weit in die Gera hinein und liegen damit im Strömungsquerschnitt. Sie werden quasi abgeschnitten und ragen dann nur noch leicht und schräg in das Gewässer hinein, der größte Teil wird dann in der Böschung liegen. Darüber hinaus werden auch die Traggerüste entfernt, die das Brückenbauwerk im Moment noch stützen. Der Überbau ist betoniert und – so der Fachbegriff – voll vorgespannt. Das bedeutet, dass die Brücke bereits jetzt tragfähig ist.

Ab nächster Woche wird an der Abdichtung des Überbaus gearbeitet, um Wasserdichtheit zu erlangen. Mitte Juli findet dann die sog. Kappenschalung statt. Die Brückenkappe bezeichnet die Gehwege rechts und links auf der Brücke, diese werden betoniert. Anschließend werden die Geländer montiert. Die Fertigstellung ist aktuell für Ende August geplant, allerdings schließt sich dann unmittelbar der Straßenbau in der Riethstraße an, der voraussichtlich bis zum Jahresende andauern wird und mit einer weiteren Vollsperrung verbunden ist.

Die Straße wird hauptsächlich östlich der Brücke saniert, ein kleinerer Bereich auch westlich davon ausgebaut. Der Grund dafür ist, dass die neue Brücke etwas höher liegt als die alte, was sie weniger anfällig für Hochwasserereignisse macht. Unter dem Großteil der Brücke gäbe es einen sogenannten Freibord, das heißt, es gäbe noch einen freien Abstand zwischen Wasserspiegel und Unterkante des Bauwerks im Fall eines Jahrhunderthochwassers. Lediglich die Randbereiche der Brücke würden unter Umständen vom Wasser erfasst werden.

Autor: B. Köhler.  Fotos: S. Forberg