Nah an der Natur, Parklandschaft wächst Stück für Stück

Bei Frühlingssonnenschein haben wir dort, wo einst das Wehr Teichmannshof war (im Bereich hinter der Moskauer Straße) die Veränderungen auf Fotos festgehalten.
Wo früher laut donnernd das Wasser in die Tiefe fiel und so manchen Fisch mitriss, fließt es jetzt um sog. Riegel aus großen Natursteinquadern und auf doppelter Breite von rund 60 Metern langsam. Das eliminierte das permanent starke Wasserrauschen am Wehr und die Fische können den Höhenunterschied, den die Gera dort zu überwinden hat, problemlos meistern, ohne ihr Leben zu riskieren.
Die Ufer sind abgeflacht worden und in der bevorstehenden warmen Jahreszeit dürfte es viele einladen, dort Erfrischung zu suchen wie das im Bereich auf der anderen Seite der Straße der Nationen immer wieder zu beobachten ist.

Mehr Naturnähe hat die Thüringer Landesanstalt für Umwelt und Geologie (TLUG) geschaffen. Und das war schwieriger als gedacht. Unter der idyllisch anmutenden Oberfläche lagerten rund 15.000 Tonnen Asche, entsorgt vom Heizkraftwerk Gispersleben. Sondermüll, der aufwändig abtransportiert werden musste.
5.500 Tonnen Natursteinquader, jeder rund drei Tonnen schwer, wurden verbaut, um die insgesamt 16 Riegel in den Fluss zu setzen, die die Höhenunterschiede von rund zwei Metern ‚abtreppen’ und das Wasser entschleunigen. Rund 500 Kubikmeter Stahl und Beton waren als Wehranlage abzureißen und zu entsorgen. 2,3 Millionen Euro wurden von der TLUG hier investiert.

Wenn sich alles neu begrünt hat, wird es hier sehr schön werden, wie wir finden. Unsere Bilder vermitteln davon eine Ahnung.

Autor: B. Köhler.  Fotos: S. Forberg