Perfekte Ergänzung zu den vorhandenen Sportanlagen

Seit rund einem halben Jahr wird das Sportplatzgebäude in der Essener Straße grundhaft saniert, im Sommer soll es fertig sein. Entstehen wird ein modernes, multifunktionales Haus, das den Sportvereinen großartige Möglichkeiten für Trainings und Wettkämpfe offeriert. Rund drei Millionen werden hier investiert, den Löwenanteil von 2,7 Millionen trägt der Bund, die restlichen 300.000 Euro steuert die Stadt Erfurt bei. Wir sind mit dem Sportdirektor Jens Batschkus verabredet, der uns über den Stand der Bauarbeiten informiert.

Bisher wurde das in den 1970er Jahren errichtete Haus entkernt, übrig blieb die Gebäudehülle, deren Substanz sehr gut und solide ist. Es ist eine sog. Pfosten-Riegel-Konstruktion, eine Art Betonskelett mit vorgehängter Fassade. Neue Fenster wurden bereits eingebaut bis auf den Bereich, der die Kegelbahn beherbergt. Leitungen wurden und werden noch verlegt für alle Vitalfunktionen – wie Elektro, Wasser, Abwasser und Medien. Ein Fahrstuhlschacht wurde gemauert, Trockenbauwände gestellt. Im 2. Obergeschoss ist bereits der Estrich eingebracht wurden, in den nächsten Wochen sind auch das Erd- und das erste Obergeschoss dran.

Noch aber haben wir Gelegenheit, in diesen Etagen den Bautenstand in Augenschein zu nehmen. „Das Gebäude ist völlig neu gedacht worden.“, sagt uns Jens Batschkus. Einst war es als Betriebsgebäude des Kombinates Umformtechnik sowohl mit Umkleidekabinen für Fußballer und Leichtathleten, mit Sauna, auch mit Gästezimmern und einer Gaststätte ausgestattet worden. Jetzt aber soll es in vollem Umfang für die Ausübung verschiedener Sportarten – sowohl für den Trainingsbetrieb als auch für Wettkämpfe verfügbar werden: Fußball, Rugby, Aikido, American Football, Gymnastik, Kraftsport, Judo, Billard, Leichtathletik und Schach.

Das Raumkonzept wurde optimiert, Verkehrsflächen wie Gänge und Flure reduziert und den Sport- und Sanitärräumen zugeschlagen. Ein Multifunktionssaal soll künftig auch externen Nutzern zur Verfügung stehen, z.B. könnten hier Bürgerversammlungen oder Stadtteilkonferenzen stattfinden.

In einem kleinen Nebengebäude, das noch im Bereich vor dem Gebäude zu errichten ist, sollen Sportgeräte gelagert werden. Die Kegelbahn bleibt im Inneren erhalten, die Außenhaut – also Fassade, Fenster und Türen – werden erneuert. Das Gebäude wird barrierefrei zugänglich, Menschen mit Bewegungseinschränkungen können über den Fahrstuhl die oberen Etagen erreichen.

Autor: B. Köhler.  Fotos: S. Forberg.  Grafik: Stadtverwaltung Erfurt

Sportdirektor Jens Batschkus