Schulleiterin Sabine Keßler mit Konrektor Herr Hagenbring

Vier Millionen und ein herausfordernder Umzug

Wie aufwändig ein Umzug ist, kennt jeder der schon einmal seinen Wohnort wechselte. Wenn aber eine ganze Schule umziehen muss, wird das Unterfangen zu einer enormen logistischen Herausforderung. Jetzt ziehen Schüler und Lehrer, Erzieher und Betreuer, Technik und Bücher der Grundschule in Gispersleben für zwei Jahre in die Magdeburger Allee. Und danach wieder zurück.

50 Jahre alt ist das Gebäude, in dem die Kinder bislang lernten. Seither wurde lediglich repariert, was nicht mehr funktionstüchtig war – eine bauliche und technische Sanierung ließ bis jetzt auf sich warten und ist mehr als überfällig. Jetzt soll das Schulhaus auf einen zeitgemäßen Stand gebracht werden.

Für alle Kinder ändert sich der tägliche Schulweg, für die meisten wird er länger und ist mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu bewältigen: Bus, Bahn und Straßenbahn. Oder eben im privaten Auto der Eltern.

Der Sportunterricht hingegen findet weiter in der Turnhalle der Gisperslebener Grundschule statt. Um der Aufsichtspflicht Rechnung zu tragen, treffen sich die Kinder zunächst aber auch in den ersten Stunden in der Magdeburger Allee, um anschließend gemeinsam mit den Lehrern nach Gispersleben und zurück zu fahren.

Schulleiterin Sabine Keßler hat mit ihrem Pädagogenkollegium und den zuständigen Ämtern und Partnern wie u.a. der EVAG alles akribisch vorbereitet: „Das neue Objekt ist eine richtig gut ausgestattete Schule. Ebenso ist aber allen bewusst, dass es keinen zweiten Grundschulstandort wie den Gisperslebener gibt mit seinem großen, parkähnlichen Außengelände und separaten Horträumen.“ Das Ausweichobjekt werde ‚Heimathafen auf Zeit‘, erklärt Keßler.

Die Kisten sind gepackt. In dieser Ferienwoche erledigt eine Umzugsfirma den Transport. In der ersten Woche nach den Ferien gibt es für alle Klassen eine Projektwoche unter dem Thema: ‚Orientieren, zurechtfinden, einrichten, kennenlernen.‘

Rund vier Millionen werden in die bautechnische und energetische Sanierung der Gisperslebener Schule investiert, rund zwei Millionen davon sind Mittel des Bundes.

Autor: B. Köhler.  Fotos: S. Forberg