Neu: Bald Zugang zum Nordpark aus Nordhäuser Straße

Ein attraktiver Klinkerbau steht neben der ehemaligen Zahnklinik, jetzt Studentenwohnheim. Es ist das Hauptgebäude des ehemaligen Garnisonslazaretts, das einst dafür sorgte, dass Soldaten, die in Erfurt stationiert waren, gesund gepflegt wurden. Das Garnisonslazarett ist in der Zeit von 1894 bis 1896 errichtet worden. Es ist ein ganzer Gebäudekomplex, die dahinter liegenden flachen Bauten waren Pavillons und Reitstall, nicht mehr alle sind erhalten.  Heute stehen die Gebäude unter Denkmalschutz. Der Innenhof, einst Lazarettgarten, ist mit großen Bäumen bestanden und im Wesentlichen ungenutzt und ungepflegt. Im Zuge der Maßnahmen, die zur Bundesgartenschau 2021 durchgeführt werden, soll ein neuer, zusätzlicher und attraktiver Zugang zum Nordpark von der Nordhäuser Straße aus entstehen – eben durch jenen Lazarettgarten. 

Die alten Bäume sollen erhalten bleiben, eine umlaufende Einfassung aus Natursteinen soll errichtet, Sitz- und Liegepodeste sollen Oasen für einen entspannten Aufenthalt werden. Zum Nordpark hin, also der Nordhäuser Straße abgewandten Seite, soll ein großes Wasserspiel entstehen. Es bildet dann gleichsam als attraktiver Eyecatcher das Entree zum Park.

Attraktive Pflanzflächen um die Gebäude betonen den grünen Charakter. Dabei werden insbesondere im nördlichen und östlichen Bereich bestehende Höhenunterschiede im Gelände durch eine Stützmauer abgefangen. Für das Garnisonslazarett wird langfristig eine Nutzung als Kulturquartier mit vielfältigen Angeboten angestrebt. So kann der Bereich des Platzes am nördlichen Ende (mit Wasserspiel) als Bühnenfläche genutzt werden. Im Innenbereich des Gartens bietet sich die Möglichkeit, Skulpturen etc. auszustellen. Wie das Ganze späterhin genau angeordnet sein wird, zeigt der Plan unten.

Zum Nordpark hin wird der beträchtliche Höhenunterschied durch künstlich angelegte Serpentinen überwunden. Natursteinmauern fangen das Gelände ab. So wird der neue Parkzugang barrierefrei  gestaltet.

Autor: B. Köhler   Fotos: B. Köhler