Bald plätschert das Wasser sicht- und hörbar

1300 Meter lang ist das neue Fluss- bzw. Bachbett entlang der Straße der Nationen, in dem künftig das Wasser des Marbachs wieder oberirdisch fließen soll. Dafür wurde ein Teil der Bahntrasse der ehemaligen ‚Riethschleuder‘ zurückgebaut, Bahnsteige abgerissen. Ein Teil der Röhren, in die der Bachlauf gezwängt war, werden künftig das Wasser zum ebenfalls neu entstehenden Schauwasserkraftwerk transportieren. Durch eines der Rohre fließt weiterhin aufbereitetes Trinkwasser, das zweite wird aufgrund des gesunkenen Bedarfs nicht mehr zur Trinkwasserbereitstellung benötigt und führt zukünftig Rohwasser der Talsperren Schmalwasser und Tambach-Dietharz nach Erfurt. Über die alte Marbach-Verrohrung legt es die letzte Teilstrecke zur Wasserkraftanlage zurück, die weiter östlich an der Straße der Nationen gebaut wird.

Jahrzehntelang lag der Bereich ungenutzt und war von Strauchwerk überwuchert. Seit einigen Monaten schon lässt sich die Neuanlage gut erkennen, die künftig entlang des Baches zum Verweilen einladen soll. Verzögerungen gab es, weil die Fundamente, die die Brücken der Nordhäuser Straße tragen erst ertüchtigt werden mussten. Auch soll künftig Oberflächenwasser von angrenzenden Straßen – also Regenwasser, das nicht versickern kann – in den Bach geleitet werden.

Autor: B. Köhler   Fotos: S. Forberg

Schauwasserkraftwerk