Trockenheit ließ Bäume sterben – jetzt werden sie gefällt

Ab heute bis zum Freitag werden pilzbefallene Bäume im Erfurter Zoo gefällt. Die beiden vergangenen Dürrejahre haben die Ausbreitung eines Pilzes hervorgerufen, der vor allem die Ahornbäume sterben ließ. Die sog. Rußrindenkrankheit wird durch Pilzsporen verursacht.

Dabei zeigen die Bäume zunächst einen Rückgang der Blattmasse in der Krone oder die Blätter verwelken einfach am Ast. Besonders anfällig für diese Pilzkrankheit ist der Bergahorn, aber auch Spitz- und Feldahorn können betroffen sein. Wenn die Bäume absterben, wird unter ihrer abplatzenden Rinde eine schwarze Schicht sichtbar, die Ruß ähnlich sieht. Daher hat diese Baumkrankheit auch ihren Namen Rußrindenkrankheit erhalten.

Im Extremjahr 2018 fiel über fünf Monate kein Tropfen Regen auf dem Roten Berg. Der Rote Berg ist generell einer der trockensten Standorte in Deutschland. Leider gibt es derzeit keine Behandlungsmöglichkeit gegen diesen Ahorn-Pilz. Nur durch Fällung und Entfernung der kranken oder toten Bäume kann eine Ausbreitung der Krankheit auf weitere Ahornbäume vermieden werden.

Die Arbeiter, die die Bäume fällen und für die Entsorgung vorbereiten, werden sich selbst besonders schützen. Ganzkörper-Einmalanzüge, Handschuhe und Atemschutz-Masken sind zwingend erforderlich. Die Sporen können bei Menschen allergische Reaktionen hervorrufen. Diese Gefahr besteht nur, wenn man über längere Zeit einen intensiven Kontakt zu pilzverseuchtem Holz hat.

Autor: B. Köhler   Fotos: Thüringer Zoopark Erfurt