Ein echter Volkspark – unser Nordpark

Nach der Umgestaltung entlang der Gera dürfte das, was der Nordpark seit jeher für unseren Stadtteil bedeutet – nämlich ein echter Volkspark zu sein – sich noch verstärken. Der Park wird dann so viele Möglichkeiten zur Freizeitgestaltung offenbaren wie nie zuvor. Dazu gehören eine moderne Skateanlage ebenso wie ein multifunktionales Spielfeld, ein Spielplatz für Kleinkinder und ein Waldspielplatz. Die künftige Nordpark-Lounge lädt zum Verweilen und Entspannen ein. Insgesamt entstehen in der Geraaue 23 Sport- und Spielanlagen.

Derzeit wird am barrierefreien Zugang zum Park aus Richtung Nordhäuser Straße gearbeitet. Nur drei Prozent Gefälle sind dafür erlaubt, damit Rollstuhlfahrer problemlos die Steigungen meistern können. Das Gelände wird von mit Natursteinen besetzen Mauern serpentinenartig abgefangen.

Der Nordpark erstreckt sich über neun Hektar und ist damit die größte innerstädtische Parkanlage Erfurts. Er steht unter Denkmalschutz. In Abstimmung mit den Denkmal- und Naturschutzbehörden werden die Neugestaltungen vorgenommen. Dazu gehört auch, dass die Auenstraße ein Parkweg wird. Die Kfz-Stellplätze für das Nordbad werden an den Rand des Nordparks verlegt. Der Park selbst wird autofrei. Die Ersatzstellplätze werden im Bereich Adalbertstraße / Karlstraße geschaffen. Das Brachgelände der ehemaligen Fliegerschule wird in den Park integriert, dort wird ein moderner Skaterpark entstehen. Der Kreuzungsbereich Auenstraße / Adalbertstraße wird zu einem attraktiven Parkentree gestaltet.

Historisches:
1910 wurde die Gera in ein neues Flussbett verlegt und dadurch die Auenflächen im Bereich des heutigen Nordparks trockengelegt. Zwischen 1908 und 1912 entwickelte Gartenbaudirektor Max Bromme das Konzept eines Volksparks. 1912 verabschiedete der Stadtrat den Plan zur Anlage des Nordparks. Geschaffen wurde der Park schließlich nach dem Ersten Weltkrieg zwischen 1923 bis 1925. Erst 1938 wurde er gärtnerisch gestaltet und in den 1970er-Jahren um großzügige Wiesenflächen erweitert. 

Autor: B. Köhler   Fotos: S. Forberg