Störungen unter der Erdoberfläche machten sensible Sanierung erforderlich

So genannte tektonische Störungen, also solche unter der Erdoberfläche im Baugrund, haben in der Tiergartensiedlung für ein erhebliches Problem gesorgt. Die WBG Zukunft, der das Gebäude gehört, hat mit enormem Aufwand über Monate eine schwierige Sanierung von Spezialisten durchführen lassen. In der Hasenwende 6 und 8 waren Risse im Mauerwerk zu erkennen, die sich weiter vergrößerten. Ein entsprechendes Baugutachten wurde erstellt, sog. Rammkernsondierungen und Schürfungen dazu mit Baggern durchgeführt, um mehr über den Untergrund in Erfahrung zu bringen.Daraufhin wurde das Gutachten erstellt, auf dessen Basis die fachgerechte Sanierung stattfand.

Mit einem speziellen und sehr komplexen Verfahren, das verschiedene Techniken zur Anwendung bringt, wurde ein tragfähiger Untergrund geschaffen. Zunächst wurden ca. 80 Bohrlöcher niedergebracht, in die dann Zementsuspension im Niederdruckverfahren eingebracht wurde. An exponierten Stellen wurde dann zudem mittels Hochdruckinjektion der Untergrund stabilisiert. Auf diese Weise wurden tragfähige Säulen ausgebildet, die die Last des Gebäudes tragen. Mit drei verschiedenen Pumpen arbeiteten sich die Spezialisten Stück für Stück vorwärts.

Das Haus wurde 1960 errichtet, der Baugrund wies wohl schon immer diese tektonischen Störungen auf, die aber erst jetzt, knapp 60 Jahre später, in ihrem Ausmaß zum Tragen gekommen sind. Rund 300.000 Euro kostete die Sanierung. Auch der Aufsichtsrat der WBG Zukunft informierte sich bei einer Begehung Ende September über die Ausführung der Sanierung.

Autor: B. Köhler   Fotos: S. Forberg

Messbolzen Außenbereich

Kellerabgang mit Bohrlöchern für Niederdruckinjektion

Großes Kettenbohrgerät 

Kleines Bohrgerät

Bohrlochniederdruckinjektion 

Hinteransicht Hasenwende